Eva Zitta

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Videoprojekt im Rahmen des 24 h – Festivals
8. & 9. Mai 2020 | veranstaltet vom Blue Goat Theatre (Düsseldorf)

Buch | Dramaturgie: Eva Zitta
Schauspieler/in: Claudia Artner, Kai Bosse
Regie| Schnitt: Eva Zitta, Claudia Artner, Kai Bosse

Hier geht’s zur Festival-Website.



Hoppla Apokalyptiko 2020 – Ein Krisenstück von DispoDispo!


voraussichtliche Premiere: Herbst 2020 im Katakombentheater Essen

 

Hoppla Apokalyptiko 2020 ist eine Ein-Mann-Performance, die über die im Individuellen sichtbaren Auswirkungen einer kollektiven Krise sinniert. Wir zeigen den Monolog von Johannes, in einer Zeit nach der vermeintlichen Apokalypse. Er ist verkapselt in seiner Wohnung, sitzend auf einer entkernten Waschmaschine, um ihn herum jene Alltagsgegenstände, die für ihn zu letzten verlässlichen Koordinaten geronnen sind: ein Wasserkocher, ein Standmixer, ein Bidet, das immer präsente Notebook. Kontakt zur Außenwelt besteht seit Monaten nur noch über das Internet. Der unsichtbare Feind ist angeblich verschwunden, nur traut er dieser Information nicht. Die Quarantäne ist sein Zuhause geworden, das Gefühl von Isolation und Kontrollverlust hat ihn alle zur Verfügung stehenden Diskursschnipsel aufsaugen lassen: Newsfeeds und Artikel, Verschwörungs-Kommentare, Science-Fiction-Fragmente, Survival-Tutorials, Regierungs-Erklärungen, Predigten und Selbstoptimierungskurse. Während er um sein seelisches Überleben gerungen hat, ist er zum Gedächtnis der Pandemie-Krise kondensiert und kämpft sich nun sprechend zurück in seine eigene Handlungsfähigkeit. In der Auseinandersetzung mit dem Grenzgang zwischen Wahn und mentaler Gesundheit befasst sich „Hoppla Apokalyptiko 2020“ mit dem Versagen eines persönlichen inneren Krisenmanagements und der Chance eines einzelnen Menschen, sich seine eigene Autorität zurück zu holen. So behandelt das Stück stellvertretend für eine größere gesellschaftliche Dimension die Fragen, welche Wunden und Narben nach Wochen und eventuell Monaten in Kontakteinschränkung und Infektionspanik in einem kollektiven Bewusstsein entstanden sein werden.

Weitere Informationen gibt es auf den Seiten von DispoDispo!



Einer und Eine


(Martin Heckmanns)

AUS AKTUELLEM ANLASS: Die Inszenierung „Einer und Eine“ am Stadttheater Duisburg hatte am 8. März 2020 Premiere und fiel dann leider nach der zweiten Vorstellung den coronal bedingten Bühnenschließungen anheim. Das Ensemble hofft auf eine Wiederaufnahme im Herbst 2020!

INFOS:

Grete und Jakob begegnen einander, wie man einander heutzutage kaum noch zum ersten Mal begegnet: im echten Leben, am Supermarktregal, ohne Filter auf dem Profilbild und in aller Sprachlosigkeit. Die weltentrückte Übersetzerin für Gebrauchsanleitungen und der verschrobene Soziologie-Doktorand sehen einander über einer zerbrochenen Flasche Sahne gerade lange genug in die Augen, um sich zu verlieben. Und ab da locken sie einander aus der Reserve ihrer verkopften Weltsicht, kämpfen sich durch die Barrieren ihrer eigenen Einsamkeitserzählungen und erschaffen eine gelingende Zweisamkeit – zumindest für eine kurze Zeit. Denn Grete und Jakob sind nicht allein. Ihre beiden Dämonen weichen ihnen nicht von der Seite und liefern stetig ihren Beitrag als Stimmen des Boykotts, der Selbstverurteilung und der Banalisierung.

Martin Heckmanns Stück „Einer und Eine“ ist eine moderne Liebesgeschichte mit Hindernissen, in der sich die Liebenden ihre eigene Welt mal in den buntesten Farben ausmalen, mal kaputt reden und am Ende vielleicht doch eine ganz dämonenfreundliche Verbindung entsteht.

(c) Sascha Kreklau | Theater Duisburg

(c) Sascha Kreklau | Theater Duisburg

Premiere: 7. März 2020, Theater Duisburg

Schauspiel: Katharina Abel, Till Beckmann, Adrian Hildebrandt, Anna Marienfeld
Regie: Eva Zitta
Musik: Wolfgang Völkl
Bühne/Kostüme: Simon Paul Schneider

weitere Spieltermine: Mo, 9.3. | Do, 9.3. | Fr, 27.3. | Do, 28.5. | So, 7.6. | Fr, 12.6. | Do, 18.6. | jeweils 19:30 Uhr

Theater Duisburg, Infos und Karten
Presse | Rheinische Post, 8. März 2020
Presse | WAZ, 8. März 2020

Die Rheinische Post schreibt: „Die Regisseurin Eva Zitta brachte hier diese ebenso kluge wie kurzweilige Mischung aus Philosophie und Comedy wunderbar auf den Punkt. Das liegt auch an den vier großartigen jungen Darstellern: Anna Marienfeld als allmählich aufblühende Grete, Till Beckmann als würdevoll durchs Leben stolpernder Jakob, Katharina Abel als herrlich nervige Dämonin und Adrian Hildebrandt als schmierig-jovialer Dämon“
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Anne Horstmeier ist unter der Überschrift „Eine dämonisch-schräge Liebegeschichte“ in ihrer Kritik für die WAZ nicht weniger wohlwollend:
„Die vielen überraschenden Wendungen, die rasante, präzise Inszenierung von Eva Zitta und das energiegeladene Darsteller-Quartett lassen in dieser Duisburger Eigenproduktion keine Sekunde Langeweile aufkommen. (…)
Die Darsteller laufen zu Höchstform auf. Anna Marienfeld windet sich krampfhaft in versuchter Lockerheit, ihren Dämon spielt Katharina Abel mit lauter, vulgärer Lache, Till Beckmannist als Jakob die verkopf-scheue Unbeholfenheit in Person,, dem sein Dämon (Adrian Hildebrandt) eher leise, aber sehr penetrant zu Leibe rückt.- Großer Beifall für 90 packende Minuten.“
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